Ausbildung

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#Dana, Krankenschwester

 

Wann bist du zur Schule gekommen?

1985 wurde ich in Jessen eingeschult

 

Wie war die Schulzeit für dich?

Die Schule war für mich eigentlich nervig. Es war aber auch eine schöne Zeit - zurückblickend. Wir haben 15 Jahre lang dieselben Freunde gehabt und waren alle vertraut. Ich habe nicht gerne gelernt. Ich habe auch nur gelernt, weil ich musste. Manches fiel mir leichter und bei manchem habe ich mich eben halt so durchgemogelt.

 

Was waren deine Lieblingsfächer?

Meine Lieblingsfächer waren Kunst und Musik.

 

Wie bist du zu deiner Ausbildung gekommen. Welche Ausbildung hast du gemacht?
Ich bin 10 Jahre zur Schule gegangen und wusste damals schon, dass ich schnell arbeiten wollte, für mich selbst sorgen und mein eigenes Leben leben wollte.

Ich hatte mich vorab schon um Ferienarbeit bemüht. Da habe ich in einer Papierfabrik gearbeitet und wusste dann, das ist schon mal nicht meins. Dann habe ich ein Praktikum im Blumenladen gemacht. Ja, das hat mir Spaß gemacht, doch es war für mich zu wenig Herausforderung und zu wenig Geld zum Überleben. Und das Praktikum im Kindergarten war auch nicht meins.

Eine richtige Vorstellung hatte ich nicht, was ich werden wollte. Das Einzige war, dass meine ganze Familie im medizinischen Bereich gearbeitet hat. Und so habe ich mich für eine medizinische Ausbildung entschieden und mich für eine 3jährige Ausbildung als Krankenschwester in Rüdersdorf bei Berlin beworben. Als ich 1995 die Schule verlassen hatte, war es schwierig, eine Lehrstelle zu bekommen. Noch war ich 16 Jahre zu dem Zeitpunkt. Die Lehre konnte man aber erst mit 17 beginnen. Und da die Ausbildung schon am 1. Oktober begann, und ich erst Mitte des Monats Geburtstag habe, hätte ich noch ein halbes Jahr warten müssen. Das wollte ich aber nicht und in Berlin haben sie dann für mich eine Ausnahme gemacht.

Die Berufsschule, mit einem großen Internat, war in Eisenhüttenstadt und zum Arbeiten bin ich in das Krankenhaus in Berlin gefahren. Dort gab es noch mal ein extra Internat. Leider musste ich aber alles doppelt bezahlen. Ich habe damals alles von meinem Lohn bestritten. Ich war sehr sparsam und konnte mir so auch meinen Führerschein finanzieren und mit etwas Unterstützung von meinen Eltern ein kleines Auto kaufen. Ich musste mich organisieren, mit dem verdienten Geld haushalten, Termine einhalten und pünktlich sein. Damit wurde ich erwachsen.

 

Bist du dann gleich ins Berufsleben gegangen?

Als ich mit der Ausbildung fertig war, wusste ich, in Berlin bleibe ich nicht. Das ist nicht meine Stadt. Ich bin dann zurück in meine Heimat und habe mir einen Job gesucht. Die Bezahlung war allerdings nicht so gut, sodass ich mich in Bayern beim Roten-Kreuz-Pflegeheim beworben habe. Ich habe gut Geld verdient. Nach einem Jahr bin ich dann aber doch wieder nach Hause gegangen. Heimat ist eben Heimat. In meinem Beruf gab es nun viele Angebote und so habe ich meinen Traumberuf in einem Krankenhaus gefunden. 15 Jahre lang habe ich in 3 Schichten gearbeitet. Das mache ich heute nicht mehr. Ich habe mich intern weiter spezialisiert und bin zur Onkologie gewechselt.

Es ist ein schönes Arbeiten da ich viel Verantwortung habe, selbstständig Entscheidungen treffen und mich Organisieren kann und die mir Vorgesetzten Ärzte viel Vertrauen entgegenbringen. Ich fahre wirklich sehr gern zur Arbeit, freue mich auf die Patienten die mir unglaublich viel Dankbarkeit zeigen und somit den nicht unerheblichen Stress wieder gut machen. Es ist ein gutes Gefühl wenn man Menschen helfen kann, auch wenn der Weg oft mit dem Tod endet.

 

Hast du Ziele?

Ich habe immer wieder gesagt, ich lerne nie wieder. Ich bin froh, dass ich mit dem Lernen fertig bin. Dann habe ich aber doch noch für 2 Jahre die Fachausbildung zur onkologischen Schwester im brandenburgischen Bildungswerk in Potsdam gemacht. Es war eine großartige Zeit. Es war mega interessant. Wir haben so viel dazugelernt. Und ich bin noch mal an meinem Lernen gewachsen.

Früher hatte ich mal den Traum als Schwester auf die AIDA zu gehen ;) Das waren aber dann zu viele Ausschlusskriterien.

 

Was würdest du den Schülern mit auf den Weg geben?

Wenn ich heute zurückblicke: Im Nachhinein sollte man immer auf seinen Bauch hören. Ich habe ja Kunst und Musik am liebsten gemacht. Dann denke ich immer wieder, hätte ich doch mal das Abitur gemacht und Musik studiert. Das hätte mir glaube ich mehr gelegen, da hätte ich mich mehr entfalten können.

Ich mache meine Arbeit sehr gerne, aber im Nachgang hätte ich eben doch gerne Musik studiert. Meine Hemmschwelle war, dass ich in der 6. Klasse aufs Gymnasium hätte wechseln müssen. Ich konnte mich damals nicht entscheiden. Das Leben mit meinen Freunden war für mich zu der Zeit wichtiger als das Lernen. Mir hat einfach die Reife gefehlt, darüber nachzudenken. Und den Mut, diesen Weg zu gehen. Es war für mich zu der Zeit der sicherere Weg, nichts aufs Gymnasium zu gehen.

 

 

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